Ελλαδα    Griechenland
Die orthodoxe Kirche in Hellas

Die orthodoxe Kirche unterscheidet sich in Vielem von den westlichen Kirchen. Das große Schisma, also die Spaltung der christlichen Kirche in einen östlichen Zweig (Orthodox) und einen westlichen (Katholisch) ereignete sich im Jahr 1054. Der maßgebliche Grund für die Spaltung war der universelle Machtanspruch des Bischofs von Rom. Es waren also weniger inhaltliche Gründe, die zur dauerhaften Teilung der christlichen Kirche führten, als vielmehr politische Ansprüche. In der christlichen Kirche vor dem Schisma waren die Bischöfe von Rom gleichberechtigt mit ihren Kollegen von Konstantinopel, Jerusalem, Antiochia und Alexandria.
Man hatte sich aber schon vorher auseinander gelebt, durch die unterschiedlichen kulturellen Traditionen, der lateinischen im Westen und der griechischen im Osten des Mittelmeerraumes.

In Orthodoxen Kirchen ist so manches Anders, als wir es gewohnt sind. So gibt es zum Beispiel keinen offenen Altarraum wie in unseren Kirchen, sondern der Altar als Allerheiligstes befindet sich für die Gläubigen unsichtbar hinter der Ikonostase. Die Ikonostase ist eine hohe Trennwand, welche den Altarraum vom Kirchenschiff trennt, in dem sich die Gläubigen befinden. In der Regel geht die Ikonostase nicht bis zur Decke, so dass die Gläubigen den Worten des Priesters durchaus folgen können.
Der Name der Trennwand kommt von den zahlreichen Ikonen, mit denen sie behängt ist.

Der Ikone kommt eine ganz besondere Bedeutung in der orthodoxen Glaubenswelt zu. So ist sie nicht einfach nur ein Bild eines Heiligen oder Marias. Sondern die orhtodoxen Christen glauben, dass in der Ikone der Abgebildete selber anwesend ist. Daher dürfen Ikonen auch heute noch nur nach ganz strengen Regeln wie vor 1000 Jahren gefertigt werden.